Es tobt ein Krieg zwischen den Backpacker!
Na gut, Krieg ist zu viel gesagt, aber es gibt eine Meinungsunterschied unter den Rucksack-Reisende um eine fundamentale Fragestellung. Und ich wusste nicht, auf welcher Seite ich mich stellen sollte. Es geht um die Frage:
"Soll man auf einer Rucksack-Reise einen Notebook mitnehmen?"
Die gute alte "No-Tech-Time"
Ich persönlich gehöre zu dem ersten Lager.

Und mal ehrlich, wir alle sind doch heutzutage smartphone-süchtig, oder???
Kontra vs. Pro
Kontra:
Die Lösung?


"Soll man auf einer Rucksack-Reise einen Notebook mitnehmen?"
Die eine sagen ganz entschieden "Nein, auf keinen Fall!". Für sie sollte die Zeit auf Reisen unbelastet von den Dinge aus dem Alltag sein. Und unser Alltag wird sehr von High-Tech, wie PC, Smartphone etc. bestimmt. Diese Zeit soll eine Erholung der Seele von diesen komplizierte Dingen sein.
Gegenüber den "No-Tech-Time"-Befürworter stehen die praktisch veranlagende Menschen. Für sie ist ein Notebook ein Muss. Sie begründen es damit, wie praktisch es ist, so ein Ding dabei haben. Man könne überall Mails lesen/schreiben, Blog-Posts schreiben, Fotos hochladen, Facebook gucken/schreiben, über Whatsup jederzeit auch im Urlaub erreichbar zu sein etc. etc.
Die gute alte "No-Tech-Time"
Ich persönlich gehöre zu dem ersten Lager.
- Ist denn nicht gerade der Sinn von einem Urlaub, mal voll aus dem Alltag zu kommen?
- Mal ohne PC/Smartphone und ohne, was damit verbunden ist, auszukommen?
- Nicht immer erreichbar zu sein?
- Mal auf das Wesentliche zu besinnen?
- Das Hier und Jetzt zu genießen?
- Eine zeitlose Zeit ohne Uhr zu verbringen? Nur Hunger und Schlaf bestimmen den Tag!
- Die Einfachheit des Lebens zu erfahren?
- Die "Kompliziertheit" des Alltags vergessen?
- Stattdessen die Freiheit der "Unkompliziertheit" in sich zu haben?
- Probleme einfach daheim zu lassen?
Vielleicht gehöre ich zu einer Generation an, die in der Kindheit eine absolute "Not-Tech-Time" im Kinderzimmer erleben durfte (1983: Motorola DynaTAC – das erste Handy) und nun sich danach seht!
Es war immer sehr schön, zwei Wochen im Ausland mal ganz ohne High-Tech aus zu kommen. Vor viele Jahren bin ich nur mit einem Notfall-Handy (kein Smartphone, mit ca. zwei Wochen Akku-Laufzeit) im Rucksack durch die Gegend gereist. Ich muss, dazu sagen, ich besaß auch nur noch ein anderes Handy, aber kein Smartphone. Kommuniziert wurde über SMS, nicht Whatsup. Was SMS ist? Google einfach mal!

Mit meinem ersten Smartphone wurde alles anderes, auch der Urlaub! Zwar erkannte ich noch nicht direkt die riesige Vorteile von einem Smartphone. Aber zum Beispiel buche ich heute, wenn ich mit dem Rucksack irgendwo unterwegs bin, mit dem Smartphone die Unterkunft für die nächste Nacht (Booking.com). Ich kann aber auch direkt schauen, auf welcher Insel ist noch was frei. Die Suche nach einer Unterkunft vor Ort entfällt. Neben andere typische Travel Apps (z.B. Fluggesellschaften, City Guides etc.) waren plötzlich noch andere Apps unverzichtbar. Google Maps ist in Großstädte hilfreich, wenn mann nicht mehr weiß, wo man ist. Oder Google Übersetzer ist bei Verständigungsprobleme hilfreich, etc.
Leider liegt man ständig der Versuchung, Mails zu lesen, Whatsup zu schreiben, Kontostand abzurufen etc. Dies ist die Kehrseite.
Und mal ehrlich, wir alle sind doch heutzutage smartphone-süchtig, oder???
Kontra vs. Pro
Nun zum eigentlichen Thema zurück: ich bin ja jetzt nicht nur 2-3 Wochen weg, sondern paar "Tage" mehr. Da sieht es etwas anderes aus und ich muss die Frage, ob ein Notebook oder nicht, anderes bewerten. Das Smartphone ist ein Muss (leider). Aber Notebook?
Kontra:
- Gewicht und Platz: Das größte Kontra ist natürlich das Gewicht und der Platz, was das Gerät zusätzlich im Rucksack braucht.
- No-Tech-Time: s.o.
- Kosten: So ein Notebook kostet auch richtig Kohle. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auf der Reise wegkommt oder beschädigt wird, ist hoch. Zumindest höher, als wenn er daheim immer auf dem Tisch steht.
- Mails schreiben&Co: Auf einem Notebook lässt sich Texte einfacher schreiben, z.B. Mails, Blog-Einträge, Tagebuch-Einträge.
Auf einem Handy oder Tablet lässt sich dies auch bewerkstelligen, aber das dauert ewig und nervt nur. Insbesondere bei wichtige und umfangreichere Mails wäre der Notebook sinnvoll (na gut, Alternative wäre Internet Cafés) - Datenspeicherung: Dies ist für mich ein großes Pro. Auf einem Notebook kann man wichtige Dokumente speichern.
Zwar habe ich auf der Cloud Dropbox immer Zugriff auf wichtige Dokument, SOFERN es Internet gibt, auch mit dem Smartphone. Die Daten auf dem Notebook und auf der Dropbox werden immer abgeglichen, sobald es Internet gibt. Fällt Internet mal weg, z.B. im Busch, auf einer einsame Insel etc. so habe ich immer eine Kopie der Dropbox dabei. - Fotos: Bei Fotos gilt dies eigentlich das gleiche, wie bei Dokumente.
Ich könnte abends die Fotos auf dem Notebook abspeichern. So brauche ich keine Angst zu haben, wenn ich mal die SD-Card vom Fotoapparat verliere, dass alle Fotos weg sind. Wenn ich Internet habe, dann werden die neue Fotos sogar auch noch auf die Dropbox hochgeladen. Und da mein Webserver ebenfalls mit der Dropbox verbunden ist und während meiner Reise am Laufen ist, werden die Fotos automatisch auf dem heimischen Webserver heruntergeladen.
Es lebe das Internet! - (Informationen aus Internet: Vor einem Urlaub, sei es einen Städte-Trip oder Rundreise, informiere ich mich natürlich im Voraus, wo was ist.
Bei einem Städte-Trip lege fest, was ich mir anschaue möchte und lege dann mir oft eine Route fest, informiere mich über Fortbewegungsmöglichkeiten, lade mir Fahrpläne herunter etc.. Dabei durchforste ich verschiedene Seiten. Jetzt bin aber länger unterwegs und ich weiß jetzt auch noch nicht genau, welche Orte ich besuche, inbesondere bei der Etappe "Singapur-Bangkok". Da ist es gut, mal Abends im Hotel sich über aktuellen Ort und Umgebung zu informieren und ein Plan für die nächste Tage festzulegen. Auch das Buchen der Weiterfahrt und der nächste Unterkunft geht leichter.) Das alles ist jedoch mit Smartphone/Tablet möglich!
Mir persönlich standen ein Kontra einem Pro gegenüber, die mir die Entscheidung schwer machen: Gewicht und Platz VS. Fotos!
Die Lösung?
Neulich war ich mal in "Expert", einen Kühlschrank kaufen. Da schlendere ich danach noch durch die Abteilungen, riesige TVs gucken, coole Boxen hören usw., bis ich zu den Notebooks kam. Da entdeckte ich relative kleine Notebooks. Ich machte eine "Gewichtsprüfung" an den kleinen Notebooks und sie waren immer leichter als der letzte. Bis ich zu dem Surface Go kam. Die Surface-Reihe sind sogenannte Ultrabooks von Microsoft. Leicht, aber schweineteuer!
Das Go-Modell jedoch ist aber doch bezahlbar. Das ist die kleine Schwester von den leistungsstarke Modelle der Ultrabooks. Wie die große Brüder ist sie ausgerichtet, dünn und leicht zu sein. Dafür muss sie aber bei einige Leistungsmerkmale Einbußen hinnehmen. Am Ende ist sie zwar kein leistungsstarker Notebook/Ultrabook sondern ein Ultrabook für einfache Dinge, z.B. Mails lesen, surfen, Textdokumente erstellen, eben halt für einfache Büro-Zeugs auf die Schnelle.
Was mich beeindruckt hat, ist die Größe und das Gewicht. Dies ist FAST vergleichbar mit meinem Samsung-Tablet, etwas schwerer. Das Ding ist sehr kompakt. Und doch ist es ein vollwertiger Windows-Rechner mit einer 128 SSD und 8 GB RAM.
Foto 1: So ist das Ding im "Arbeitsmodus" (Kuli zum Größenvergleich). Ganz wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Tastatur abnehmbar ist und dass der "Bildschirm" ein Touchscreen ist. Dies bedeutet, das ding kann auch als Tablet fungieren. Maus funktioniert über Bluetooth.
Das Ding "zusammengebaut" (Foto 2) und es passt in eine DIN A5-Tasche (für das andere Tablet und für weitere Dokumente ist noch genug Platz) (Foto 3).


Natürlich ist Surface Go kein Wunderkind, sondern hat einige Schwächen, die ich jetzt nicht verschweigen will.
- Es kommt leider ohne Tastatur und Maus. Dies muss man dazu kaufen. Sehr störend war für mich, dass man die, extra für Surface Go, Tastatur dazu kaufen muss. Natürlich hätte man eine beliebige Bluetooth-Tastatur nehmen können. Die Bluetooth-Maus hatte ich bereits.
- Weiterhin besitzt Surface Go keine "normale" USB-Anschlüsse, nur einen kleinen USB-C-Anschluss. Deswegen ist es besser, noch einen Adapter zu kaufen. Ich habe einen Docking Station USB C-Hub gekauft, mit HDMI-Unterstützung, mit zwei USB 3.0, mit SD/Micro Slot Kartenlesegerät und mit Audioausgang.
- Die größte Schwäche ist die Akkulaufzeit. Zwar wird in der Werbung 9 Stunden angepriesen, aber das ist Schwachsinn. 2-3 Stunden sind realistisch! Ok, nun muss man folgendes beachten:
- Auf dem Surface Go läuft ein vollwertiges Windows 10 und kann mit dem Android-System bzgl. Stromverbrauch nicht mithalten. Ausgeliefert wird das Surface mit einem Windows 10 in S Mode. Dieses ist in Stromverbrauch sparsamer, aber es kann nur Software aus dem Microsoft Store installiert werden.
- Bei mir laufen zwei Hintergrund-Programme, die viel Strom fressen: der Internetschutz von "Kaspersky"und die Dropbox, die ständig abgleicht. Da muss ich noch Optimierungen vor nehmen, z.B. Dropbox nicht permanent aktiv.
- Ich bin ein Freund von dem Browser Chrome und ich mag den Browser von Microsoft namens Microsoft Edge nicht. Chrome ist aber ein Stromfresser und Edge schlägt sich diesbezüglich ziemlich viel besser.
Letztendlich ist jedoch das Surface Go eine gute Lösung!

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