I found your ID Card
Koh Lipe, 14.02.2020
Auch wenn die Sache mir peinlich ist, es zu erzählen. Ich höre schon einige sagen "Typisch Robert!" Aber der Ehrlichkeit wegen sollte ich es doch erzählen. Viele meinen ja, wie schlecht die Welt wäre und alle kümmern sich nur um sich selbst. Ich glaube grundsätzlich an das Gute in jedem Menschen. Viele haben es tief in sich vergraben, aber es existiert.
Heute früh habe ich von einem Geldautomat Bargeld geholt. Hat auch alles so weit geklappt, bis auf die Tatsache, dass der Automat nur kleine Scheine in sich hatte und keine größere Beträge annahm. Für das Essen in den nächsten Tagen reicht das allemal.
Dabei muss aber jedoch mein Personalausweis aus dem Geldbeutel gerutscht sein. Nun werden sich einige sich fragen "Zum Teufel braucht der in Thailand den Personalausweis!". Nun, so genau kann ich es auch nicht beantworten, nur so "Man weiß ja nie!". Und ein Mal war er nützlich. Einmal musste ich mich in Singapur "ausweisen" und hab einfach mein Personalausweis hingehalten. Natürlich konnte der Typ mit dem deutschen Personalausweis nichts anfangen, aber da es scheinbar ein amtliches Dokument ist, mein Foto und mein Name drauf ist, ließ er mich passieren. Also, so falsch ist es nicht.
Gut, das Verschwinden fiel mir etwas später auf, beim Sortieren meiner Sachen. Natürlich begann das große Suche. Ich durchwühlte meine ganzen Sache, aber er blieb verschwunden. Ich dachte mir dann "Na gut, ist fort und auch kein Drama!". Wichtig ist, dass der Reisepass noch da ist. Ärgerlich, aber was solls! Nach meiner Rückkehr beantrage ich einen neuen Ausweis.
Nun, nach einem wohlverdienten Nickerchen, ich war noch vom Vortag kaputt, checke ich meine Mails. Da war eine Mail an meinem Linkedin-Profil gerichtet. Für Unwissende: Linkedin ist eine Plattform für Jobs und für ein "berufliches" Netzwerk für die Arbeitswelt, so ähnlich wie Facebook. Der Betreff lautete "I found your ID Card". Die Nachricht kam von einer "Dace", die mir völlig unbekannt war. Sie erklärte, sie hätte den Personalausweis gefunden und würde ihn mir zurückgeben (oder an der Rezeption eines Hotels) hinterlegen.
Da war ich echt verblüfft. Sie muss sich ex5tra die Mühe gemacht haben, mich im Internet zu suchen. Ok, mich im Internet zu finden ist nicht schwer, auch mein Linkedin-Profil nicht.
Jetzt aber mal ganz ehrlich, wer von euch würde sich so Mühe machen. Also, ICH werde zukünftig diesem Beispiel folgen, auch wenn es ein paar Minuten von meinem Urlaub kostet.
In der folgende Unterhaltung im LinkedIn-Netzwerk versuchten wir ein Treffen zu vereinbaren, leider kam es nicht zu meinem persönlichen Treffen. An dem Abend hatte Dace was anderes vor, und ein gemeinsames Frühstück am nächsten Tag wurde durch heftige Regenfälle in den Morgenstunden zunichte gemacht. Schade! Danach ließ Dace die Insel.
Ich holte den Ausweis an der Rezeption ihrer Unterkunft ab, und war glücklich, wie ihr vorstellen könnte.
JETZT trage ich ihn NICHT mehr mit mir herum, sondern ist im Geheimfach von meinem Rucksack verstaut.
Egal, was Leute sagen, ich glaube nun noch mehr an das Gute in dem Menschen. Man mag mich naiv nennen, ich nenne es Optimismus!
Für mich gibt es zwei Realitäten, die der Presse und des Alltags, und diese versuche ich zu trennen. Zum einen möchte ich schon wissen, wenn es einen Terroranschlag irgendwo gibt, oder eine Seuche ausbricht. Aber es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht (berichtet) wird!
Auch wenn die Sache mir peinlich ist, es zu erzählen. Ich höre schon einige sagen "Typisch Robert!" Aber der Ehrlichkeit wegen sollte ich es doch erzählen. Viele meinen ja, wie schlecht die Welt wäre und alle kümmern sich nur um sich selbst. Ich glaube grundsätzlich an das Gute in jedem Menschen. Viele haben es tief in sich vergraben, aber es existiert.
Heute früh habe ich von einem Geldautomat Bargeld geholt. Hat auch alles so weit geklappt, bis auf die Tatsache, dass der Automat nur kleine Scheine in sich hatte und keine größere Beträge annahm. Für das Essen in den nächsten Tagen reicht das allemal.
Dabei muss aber jedoch mein Personalausweis aus dem Geldbeutel gerutscht sein. Nun werden sich einige sich fragen "Zum Teufel braucht der in Thailand den Personalausweis!". Nun, so genau kann ich es auch nicht beantworten, nur so "Man weiß ja nie!". Und ein Mal war er nützlich. Einmal musste ich mich in Singapur "ausweisen" und hab einfach mein Personalausweis hingehalten. Natürlich konnte der Typ mit dem deutschen Personalausweis nichts anfangen, aber da es scheinbar ein amtliches Dokument ist, mein Foto und mein Name drauf ist, ließ er mich passieren. Also, so falsch ist es nicht.
Gut, das Verschwinden fiel mir etwas später auf, beim Sortieren meiner Sachen. Natürlich begann das große Suche. Ich durchwühlte meine ganzen Sache, aber er blieb verschwunden. Ich dachte mir dann "Na gut, ist fort und auch kein Drama!". Wichtig ist, dass der Reisepass noch da ist. Ärgerlich, aber was solls! Nach meiner Rückkehr beantrage ich einen neuen Ausweis.
Nun, nach einem wohlverdienten Nickerchen, ich war noch vom Vortag kaputt, checke ich meine Mails. Da war eine Mail an meinem Linkedin-Profil gerichtet. Für Unwissende: Linkedin ist eine Plattform für Jobs und für ein "berufliches" Netzwerk für die Arbeitswelt, so ähnlich wie Facebook. Der Betreff lautete "I found your ID Card". Die Nachricht kam von einer "Dace", die mir völlig unbekannt war. Sie erklärte, sie hätte den Personalausweis gefunden und würde ihn mir zurückgeben (oder an der Rezeption eines Hotels) hinterlegen.
Da war ich echt verblüfft. Sie muss sich ex5tra die Mühe gemacht haben, mich im Internet zu suchen. Ok, mich im Internet zu finden ist nicht schwer, auch mein Linkedin-Profil nicht.
Jetzt aber mal ganz ehrlich, wer von euch würde sich so Mühe machen. Also, ICH werde zukünftig diesem Beispiel folgen, auch wenn es ein paar Minuten von meinem Urlaub kostet.
In der folgende Unterhaltung im LinkedIn-Netzwerk versuchten wir ein Treffen zu vereinbaren, leider kam es nicht zu meinem persönlichen Treffen. An dem Abend hatte Dace was anderes vor, und ein gemeinsames Frühstück am nächsten Tag wurde durch heftige Regenfälle in den Morgenstunden zunichte gemacht. Schade! Danach ließ Dace die Insel.
Ich holte den Ausweis an der Rezeption ihrer Unterkunft ab, und war glücklich, wie ihr vorstellen könnte.
JETZT trage ich ihn NICHT mehr mit mir herum, sondern ist im Geheimfach von meinem Rucksack verstaut.
Egal, was Leute sagen, ich glaube nun noch mehr an das Gute in dem Menschen. Man mag mich naiv nennen, ich nenne es Optimismus!
Für mich gibt es zwei Realitäten, die der Presse und des Alltags, und diese versuche ich zu trennen. Zum einen möchte ich schon wissen, wenn es einen Terroranschlag irgendwo gibt, oder eine Seuche ausbricht. Aber es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht (berichtet) wird!
Kommentare