vier Nächte Singapur

Singapur, 02.02. -  06.02.2020

Am Sonntag, den 02. Februar 2020, kam ich um 06 Uhr mit einem Flug aus Indien an. Ich muss nun mir die Zeit vertreiben, bis das Zimmer um 14 Uhr freigegeben wird. Ich war bereits seit ca. 8 Uhr wach. Im Flugzeug konnte ich nur ein bisschen schlafen und ich hatte in den folgende drei Tage Probleme mit dem Rücken. Kurz, der Flug war unbequem!

Kommst net rein!!!
Was aber wirklich "unbequem" war, war die Tatsache, dass die Airline mich nicht in Flieger steigen lassen wollte. Sie verlange einen Nachweis dafür, dass ich Singapur auch wieder verlasse. Ich wollte in Singapur selbst einen Flug nach Kuala Lupur buchen. Ich hatte also keinen Nachweis. Nach viel hin und her, ließen sie mich dann doch an Bord, auf die Gefahr hin, dass die Einwanderungsbehörde mich nicht nach Singapur lässt.

Die Visum-Bestimmungen lauten, dass man als deutscher Bürger für 90 Tage KEIN Visum braucht. So meine Info aus Internet. z.B. Auswärtigen Amt etc.

In Singapur angekommen musste ich so Wisch ausfüllen: Name, Hotel, Passnummer UND Dauer des Aufenthaltes. Wisch der nette Dame am Zoll abgeben und alle waren glücklich. In Singapur selbst hat keiner nach einem Nachweis von der Ausreise verlangt, NUR die Dauer auf dem Wisch.

Nun gut, dachte ich mir, vielleicht hat dem Airline-Personal meinen coolen Haarschnitt nicht gefallen und deshalb herum gezickt hat. Ich habe es als Einzelfall abgetan.

Nun, da es morgen nach Kuala Lumpur geht, wollte ich wissen, ob mich dann das gleiche Problem erwartet und habe Google gefragt. Dass Airlines einen Nachweis für die Wieder-Ausreise verlangen, ist seit paar Jahren immer häufiger geworden. Gründe liegen zwar auf der Hand, man will keine ungebetene Dauergäste im Land haben. Allerdings nehmen die Einwanderungsbehörden an Flughäfen dies nicht erst. So auch exakt meine Erfahrung.

Dies bedeutet für Backpacker, dass es nicht mehr so einfach möglich ist, in den Tag hinein zu reisen. ALLERDINGS gibt es, wie so oft, legale Ticks, um dies um zu gehen:
  • Zum einen behauptet man, auf dem Landweg das Land zu verlassen. Dies ist aber sehr von der Laune des Airline-Personals abhängig, ob das durch geht.
  • Man kann einen normalen Flug buchen und dann stornieren. Nun ist es heutzutage fast unmöglich, eine Airline zu finden, die kostenlose Stornierungen durchführt.
  • Natürlich kann direkt einen Billig-Flug für ein Appel und Ei in ein Nachbarsland buchen und den Flug einfach nicht antreten. 
  • Oder man "mietet" ein Flugticket. Es gibt spezielle Firmen, die stellen, gegen Gebühr natürlich, Flugtickets aus, die nach 48 Stunden automatisch verfallen. 
Mehr Infos zu dieser Problematik, eine schöne Zusammenstellung: https://www.flocutus.de/one-way-einreise-weiterflug/
Zum Gegensatz von Singapur wird auf der Auswärtigen Amt-Seite für Malaysia hingewiesen, dass ein Nachweis notwendig ist (vom Hotel UND Rück-/Weiterflug): "Bei Einreise kann von der malaysischen Immigrationsbehörde die Vorlage des Rück- oder Weiterreisetickets und ein Nachweis der gebuchten Unterkunft verlangt werden.".

Erste Eindrücke
Genug von nervige Bürokratie am Flughafen. Wie gesagt, um 6:30 Uhr gelandet, und um ca. 8 Uhr durch den Zoll.

Das erste was ich beim Ausstieg gedacht habe war "Mein Gott, ist das sauber hier!". Auch in den folgenden Tagen fiel mir die unglaubliche Sauberkeit und Ordnung auf, überall. Immer und überall sind Leute damit beschäftigt, die Gegend sauber zu halten. Die Benutzung von öffentliche Toiletten macht sogar richtig Spaß. Teilweise haben Toiletten eine Desinfektionsautomatik und sauber ohne Ende, egal ob Flughafen, Einkaufszentrum, Sehenswürdigkeiten etc. In Indien konnte man froh sein, dass man nicht so voll beschissenes Plumsklo erwischt.

Ich unternahm erstmal, als ich mein Rucksack im Empfang genommen habe, einen Spaziergang durch den Flughafen. Ich kam wie in einem Sifi-Film vor. Überall futurische geformte Gebäuden, überall Shopping-Gassen etc. Alles nun anderes als in Indien!


Dann fuhr ich mit dem Taxi ins Hotel. In dem YMCA@OneOrchard war ich vor 28 Jahren mit meinem Vater untergekommen. Dies war meine erste Asien-Reise. Natürlich ist das Hotel nicht mehr wiederzuerkennen, auch die Stadt nicht. Freie Plätze sind verbaut, neue Hochhäuser, etc. Das YMCA ist jedoch seinem Jugendherbergecharakter treu geblieben. Die Einzelzimmer sind klein und funktionell, aber fein und sehr sauber. Nachruhe wird hier groß geschrieben. WLAN ist super. Pool echt super (während ich dies hier schrieb, 20:30 Uhr, dachte ich mir, dass ich noch mal kurz in den Pool springen sollte, bevor er um 21:00 Uhr schließt, gedacht, getan!). Wer in Singapur nur eine gute, aber einfache Unterkunft für Übernachten sucht, dann ist er bei YMCA richtig. Die haben sogar Online-Tickets ausgedruckt.

Drei Tage lang erkunde ich Singapur, zig Kilometer gelaufen, am zweiten Tag 12 Stunden und am dritten Tag 10 Stunden auf den Beinen. Heute, am vierten Tag, merkte ich merklich, dass die Beine nicht mehr wollen. Nach drei Tage Powerbetrieb habe ich heute einen Pool Day eingelegt. Vergesst nicht das heiß-schwüle Klima, das zerrt auf Dauer ganz schön an den Kräfte.

Fazit:
Singapur ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Man sollte sich auch dem klar sein, dass Singapur im Gegensatz zu andere Länder in Asien nicht billig ist.
Singapur ist aber auch NICHT so mit Autos und Touristen überfüllt. Exkurs: Auffällig ist, dass auf der Straße selbst in Rush-Hour relativ wenige Autos auf der Straße sind und Staus gibt es hier nicht. Wie kann dies sein, wobei Singapur sehr begrenzte Landmassen hat und nach oben bauen muss? Die Behörden lassen alle drei Monate nur so viele Autos neu zu, wie stillgelegt und jede Autofahrt kostet Gebühren. Singapur hat auf der andere Seite ein sehr ausgebautes Metro- und Bussystem.
Singapur ist sehr sicher, überall sind Kameras (Deutschland hätte damit seine Probleme, ich nicht!).


Hier paar Fotos:






























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